Fernbeziehungen – Beziehung auf Distanz – Teil 1

von | 17 Okt, 2019 | Liebe | 0 Kommentare

Fernbeziehungen sind heute keine Seltenheit mehr. Ein Viertel der über 30 – jährigen leben aktuell in Fernbeziehungen.
Was sind die Gründe dafür, sich für eine Fernbeziehung statt zu einer Vor-Ort Beziehung zu entscheiden und welche Art von Fernbeziehungen gibt es eigentlich?

1. Ausbildung oder Studium
Für einen begrenzten Zeitraum z.B. 3-5 Jahre nehmen beide eine räumliche Trennung in Kauf, um danach dann eventuell zusammenzuziehen.

2. Berufliche Gründe
Beide haben vielleicht gute Jobs, die sie nicht aufgeben möchten, die aber an verschiedenen Orten sind. Für eine Vor-Ort – Beziehung ist die Entfernung aber zu groß.

Oder ein Partner hat einen Beruf, der es erfordert, in der Woche ständig unterwegs zu sein. Denken wir dabei einmal an die Außen- Vertriebler.

Möglicherweise möchte man ein spezielles Berufsfeld ausüben, dass es aber in der Heimatstadt so nicht gibt. Der Partner findet allerdings in seiner Stadt einen Beruf, den er leidenschaftlich ausübt. Auch hier bleibt dann nur eine Fernbeziehung, wenn beide an der Partnerschaft festhalten möchten.

Denken wir einmal an die Berufssoldaten, die sich in wiederkehrenden Auslandseinsätzen über mehrere Monate befinden und dann ihre Familien für diese Zeit zurücklassen. Auch in diesem Fall ist eine Trennung der Familien damit verbunden. Und somit führt man ebenfalls eine Fernbeziehung, denn hier trennen sogar zwei Länder die Partner für eine längere Zeit.

Welche Arten von Fernbeziehungen gibt es?

1. Fernbeziehungen, die auf eine bestimmte kürzere Zeitspanne ausgelegt sind, mit der Absicht, dann auch zusammenzuziehen.

2. Fernbeziehungen mit offenem Ende, wo ein Zusammenziehen noch gar nicht spruchreif ist.

3. Im zweiten Beispiel entscheiden sich die Partner für eine Fernbeziehung, weil eine VorOrt Beziehung beiden die Luft zum Atmen nehmen würde. Beide brauchen eine gewisse Distanz. Zuviel Nähe wäre sogar kontraproduktiv. Das ist häufig bei älteren Paaren der Fall, wo jeder möglicherweise schon eine Ehe hinter sich hat oder langjährige Partnerschaften. Im gesetzten Alter ist man vielleicht auch nicht mehr so anpassungsfähig. Da kommt einem eine Fernbeziehung vielleicht sogar zu Gute.

Wie alles im Leben, hat eine Fernbeziehung Vor– und Nachteile.

Vorteile:

Die Sehnsucht nach dem Partner/Partnerin bleibt für lange Zeit aufrechterhalten.

Man muss nicht den Alltag miteinander aushalten, da viele sich ja z. B. nur an den Wochenenden sehen. Unstimmigkeiten diesbezüglich bleiben in der Regel aus.

Es gibt für beide eine freiere Zeiteinteilung und auch keine täglichen Einschränkungen. Mädels – Abende für die Frauen und Fußball- Abende für die Männer. Oder halt andere Dinge, die jeder lieber auch mal für sich ganz allein unternimmt.

Das Schöne bei einer Fernbeziehung ist, es bleibt weniger Zeit zum Streiten.

Für beide gibt es jede Menge zu erzählen, wenn man sich wiedersieht. Es bleibt somit immer von den Gesprächen her interessant.

Die Paare, die eine Fernbeziehung führen, gehen oftmals viel bewusster mit ihrer freien Zeit um. Auch der Umgang miteinander ist vielfach achtsamer.

Eine Fernbeziehung ist für die Menschen gut, die zu viel Nähe nicht gut vertragen. Darunter fallen sicherlich die Freigeister, die schon immer recht selbstbestimmt gelebt haben und trotzdem ab und zu das Bedürfnis nach Liebe und Zärtlichkeit hegen.

Nachteile:

Das gemeinsame Einschlafen und Kuscheln ist in einer Fernbeziehung als Ritual nicht jeden Tag möglich.

In der Zeit des sich nicht Treffens, entfernen sich beide auch wieder etwas voneinander. Das Gefühl der Nähe müssen beide beim nächsten Treffen erst einmal wieder aufbauen.

Eine Fernbeziehung zu führen, braucht definitiv mehr Vertrauen als eine Vor-Ort Beziehung als auch mehr Achtsamkeit.

Durch die kurze Zeit, die beide ja nur zur Verfügung haben, überhört man gerne ab und zu die Alltagsnörgeleien des Partners.

Dennoch kann eine Fernbeziehung auch anstrengend sein.

Auf jeden Fall sollten sich beide fragen, ob sie überhaupt für eine Fernbeziehung geschaffen sind oder ob sie zumindest mit der Zeit in so eine Beziehung hineinwachsen könnten.

Das ist ein wichtiger Punkt, denn wenn ein Partner ständig unter der Distanz leidet und sich allein gelassen fühlt, dann macht diese Beziehungsform keinen Sinn.

Was weiterhin für ein Fernbeziehung wichtig ist und Beachtung finden sollte, können Sie in Teil 2 lesen.

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